PARIS IM JAHRE 1673

 

Thalhammer-Schüller

 

 Die medizinische Versorgung bietet einen Standard, der eher jenen das Überleben sichert, die sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten können.

 

Mit unübertrefflicher Komik zieht der große Molière in diesem seinem letzten Stück virtuos alle Register seiner Kunst. Die schonungslose Abrechnung mit dem Gesundheitssystem seiner Zeit führt in eine obskure Welt von Spülungen, Einläufen, Tinkturen und pharmakologischen Abstrusitäten. 

Die kuriosen Praktiken einer in Ignoranz und Arroganz erstarrten Medizin machen uns umso mehr lachen, als wir uns heute medizinisch bestens versorgt wissen. Oder?

 

 Die Natur korrigiert sich nach und nach von selber, wenn man sie nur ungestört gewähren lässt. Es gehen jedenfalls mehr Menschen an den Folgen der Medikamente zu Grunde als an ihrer Krankheit.

(Béralde III/3)

 

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