ORTSTAFEL ODER NICHT ORTSTAFEL

Auf Grund einiger Anfragen und Beschwerden über die angebliche Verwendung einer zweisprachigen Kärntner Ortstafel, die in dieser Komödie des 17ten Jahrhunderts nichts verloren hätte, hier eine Klarstellung:

Faktum ist, dass wir keine Ortstafel auf die Bühne bringen, sondern eine Tafel mit der zweisprachigen (französisch-deutschen) Aufschrift "L'état c'est moi - der Staat bin ich". Es ist dies ein Ausspruch, der dem "Sonnenkönig" Louis XIV.  zugesprochen wird und dessen "über den Dingen stehende Allmacht" Molière in der letzten Szene des Stückes huldigt, indem er dessen Abgesandten quasi als "Deus ex machina" die ganze Angelegenheit aufklären lässt und so dem Stück zu einem Happy End verhilft. Aktuelle Anspielungen sind eine viel gerühmte und erwartete Spezialität unserer Sommerspiele, passieren aber nur dann, wenn sie sich aus dem jeweiligen Stück ergeben. Eine zeitgemäße Interpretation des Sonnenkönigs ist im "Beinahe-Freistaat" Kärnten praktisch "aufgelegt" und es wäre im Sinne eines lebendigen, nicht-musealen Theaters geradezu eine Unterlassungssünde diese einmalige Konstellation nicht zu nutzen.

 

Der Abgesandte des Sonnenkönigs mit der kritisierten Tafel

Und deren Kehrseite:

"Ein Schelm, wer Schlechtes drüber denkt"

Eine Ortstafelinterpretation sei dennoch weiterhin jedem unbenommen.

 

                            WAS SAGTE DIE PRESSE?

 

                        

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